NH-0514 Platz 88

Tsuba · Akasaka-jū Nobuie

信家 (Akasaka-jū Nobuie)

Eisen-Tsuba in unregelmäßiger Form mit Karakusa-Arabesken in Kebori, signiert 赤坂住信家 (Akasaka-jū Nobuie), mit NBTHK-Papier Tokubetsu Hozon.

TsubaSpäte Edo-Zeit (1781–1868)Späte Edo-Zeit (18.–19. Jh.)NBTHK Tokubetsu Hozon Tōsōgu

Beschreibung

Eisen-Tsuba mit unregelmäßigem Umriss (kawari-gata) und nach innen umgeschlagenem Rand (uchikaeshi-mimi); der ursprüngliche Verkäufer gibt eine Randstärke von 0,68 cm an. Beide Seiten sind mit einer Rankenarabeske (karakusa) in Kebori überzogen, einer schlichten, sicheren Liniengravur auf einer körnigen, steinartig wirkenden Eisenoberfläche. Die Vorderseite trägt die gemeißelte Signatur beiderseits der zentralen Öffnung: 赤坂住信家 (Akasaka-jū Nobuie), „Nobuie, wohnhaft in Akasaka“. Die beiden Hitsu-ana sind einmal oval und einmal dreipassförmig. Der Name Nobuie erinnert an den großen Meister der Momoyama-Zeit, doch dieses Stück gehört zur späteren Produktion von Handwerkern, die in der Edo-Zeit mit diesem Namen signierten; der ursprüngliche Verkäufer datiert es in die späte Edo-Zeit und verbindet es mit einer Nobuie-Linie aus Bushū (Musashi). Die Fotografien zeigen eine stabile, gleichmäßige schwarzbraune Patina ohne aktiven roten Rost, Risse oder sichtbare Schlagspuren sowie einen dicken, gerundeten Rand. Das NBTHK-Papier Nr. 2009860 vom 10. Oktober 2023 stuft es als 特別保存刀装具 (Tokubetsu Hozon Tōsōgu) ein und beschreibt es als 唐草図鐔 (karakusa-zu tsuba) mit der Signatur 赤坂住信家 (Akasaka-jū Nobuie), aus Eisen, mit Kebori und uchikaeshi-mimi.

Stärken

  • NBTHK-Papier Tokubetsu Hozon (Nr. 2009860, 2023), das die Signatur anerkennt
  • Klare Signatur 赤坂住信家 (Akasaka-jū Nobuie) auf der Vorderseite
  • Karakusa-Arabeske in Kebori auf beiden Seiten
  • Unregelmäßiger Umriss mit uchikaeshi-mimi und steinartiger Eisenoberfläche
  • Stabile dunkle Patina ohne sichtbaren aktiven Rost

Zu beachten

  • Kein Werk des Momoyama-Meisters Nobuie, sondern eines späteren Handwerkers, der in Akasaka mit diesem Namen signierte.
  • Die Datierung (späte Edo-Zeit) stammt vom ursprünglichen Verkäufer; das Papier nennt sie nicht.
  • Einige kleine braune Pünktchen am Rand, offenbar stabil.

Aufschlüsselung der Bewertung

61,4/100

Die Bewertung verteilt 100 Punkte: Meister 25 · Arbeit 20 · Zustand 18 · Epoche 12 · Papier 10 · Extras 5 · Preis 10. Sie wird aus den Daten berechnet, nicht aus einer Meinung. Meister, Arbeit, Zustand und Epoche werden nach Fotos und Papier beurteilt; der Preis wird nur mit Beschlägen desselben Typs verglichen.

  1. Meister 19 von 25 Echte Signatur eines bekannten Meisters oder einer bekannten Schule
  2. Arbeit 10 von 20 Gute Arbeit
  3. Zustand 14 von 18 Guter Zustand
  4. Epoche 5 von 12 Späte Edo-Zeit (1781–1868)
  5. Papier 4 von 10 NBTHK Tokubetsu Hozon Tōsōgu
  6. Extras 0 von 5 Weder vollständiger Satz desselben Meisters noch beschriftete Schachtel
  7. Preis 9,4 von 10 Platz 14 von 228 nach Preis unter Stücken ihres Typs, vom günstigsten zum teuersten