Sōshū Tsunahiro
相州綱広 (Sōshū Tsunahiro)
Linie: Die Signatur nennt die Generation nicht
Schmiedelinie der Sōshū-Tradition in der Provinz Sagami mit Sitz in Kamakura, tätig vom 16. Jahrhundert bis zum Ende der Edo-Zeit.
Porträt
Eine Schmiedelinie aus Sagami, die bis zum Ende der Edo-Zeit in der Sōshū-Tradition arbeitete; der Familienname war Yamamura (山村). Nach der Überlieferung der Schule arbeitete der Begründer in der Ära Tenbun (1532–1555) in Odawara für die Hōjō, signierte zuerst Masahiro (正広) und erhielt das Zeichen tsuna von Hōjō Ujitsuna (北条氏綱); dieselbe Überlieferung lässt die Familie nach dem Fall Odawaras 1590 nach Kamakura in das Viertel Ōgigayatsu zurückkehren. Die dritte Generation schmiedete im Auftrag des Tsugaru-Klans: Eine ihrer Klingen im Iwakiyama-Schrein in Hirosaki ist Kulturgut der Präfektur Aomori. Der fünften werden 1660 der Titel Ise no daijō und später Ise no kami zugeschrieben. Die zehnte, Yamamura Uhei, gestorben 1791, gab die Sōshū-Tradition an Suishinshi Masahide (水心子正秀) weiter. Der Linie zugeschriebene Klingen zeigen Itame mit Mokume und ein nie-reiches Gunome-Midare, in den frühen Generationen auch Hitatsura, in der Edo-Zeit häufig Horimono. Die übliche Signatur Sōshū-jū Tsunahiro (相州住綱広) verrät allein nicht, welche Generation eine Klinge schuf.
Verfügbare Schwerter
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Tsunahiro
Katana, signiert „Sōshū jū Tsunahiro“, vom ursprünglichen Verkäufer dem Tsunahiro der ersten Generation zugeschrieben, einem Schmied aus Kamakura, der in der Tenbun-Ära (1532–1555) im Dienst der Hōjō von Odawara tätig war und als Yoki Wazamono eingestuft ist. Die Klinge misst 75,23 cm Nagasa bei 2,27 cm Sori; laut Verkäufer war sie ursprünglich über 78 cm lang und wurde gekürzt (suriage), wobei die Signatur im unteren Teil des Nakago mit zwei Mekugi-ana erhalten blieb. Sie trägt Horimono auf beiden Seiten: Bō-hi mit Bonji und Sanko-tsuka-ken auf dem Omote, Bō-hi mit Bonji und Gomabashi auf dem Ura. Der Verkäufer beschreibt ein Itame-Jihada mit Mokume und Nagare, kräftigem Chikei und Nie-utsuri sowie ein Suguha-Hamon mit Ko-gunome, Kinsen, Sunagashi und Yubashiri; die Fotografien zeigen eine gut polierte Klinge mit klaren Gravuren. Mit goldfolierter Doppel-Habaki und Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK. Das Uchigatana-Koshirae mit schwarz roiro-lackierter Saya, das der Verkäufer als moderne Arbeit eines Liebhabers im Tenshō-Stil einordnet, trägt eine Tsuka aus schwarzem Same mit Rauchleder-Wicklung, Messing-Menuki mit Welsmotiv, eine eiserne Tsuba ohne Hitsu-ana und eine Kashira aus Horn.
37/100
21.170 €
