Yokoyama Sukesada

横山祐定 (Yokoyama Sukesada)

Schwertschmied des Hauses Yokoyama in Osafune, Provinz Bizen, tätig in der zweiten Hälfte des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Porträt

Mit Yokoyama Sukesada (横山祐定) meinen die Nachschlagewerke vor allem Kōzuke Daijō Sukesada (上野大掾祐定), den bedeutendsten Schmied Osafunes in der Edo-Zeit. Er wurde 1633 geboren, hieß Heibei (平兵衛) und war der Sohn von Shichibei no Jō Sukesada; das Haus Yokoyama zählt ihn als Nachfahren in sechster Generation von Yosōzaemon Sukesada, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts arbeitete. Seine Familie gehörte zu den wenigen, die nach dem großen Hochwasser des Yoshii-Flusses am Ende des 16. Jahrhunderts in Osafune weiter schmiedeten, und unter ihm gewann die Schule ihr Ansehen zurück. 1664 erhielt er den Titel Kōzuke Daijō, der seither in langen Signaturen wie Bishū Osafune jū Yokoyama Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada erscheint. Er arbeitete in der Bizen-Manier, angepasst an die Formen der Shintō-Zeit: Hamon aus Gunome und Chōji, mit doppelten Gunome, deren Köpfe sich wie Krebsscheren öffnen (Kani no Tsume), daneben auch Suguha. 1666 weihte er dem Kibitsuhiko-Schrein (吉備津彦神社, Kibitsuhiko Jinja) in Okayama eine Klinge, die heute Kulturgut der Präfektur ist. Er starb im sechsten Jahr der Ära Kyōhō im Alter von 89 Jahren. Andere Schmiede des Hauses signierten noch bis ins 19. Jahrhundert mit Sukesada.

Ränge

  • Yoki-wazamono (sehr gut) (Kaihō Kenjaku, 1797)

Verfügbare Schwerter

  1. Kōzuke Daijō Sukesada

    Shintō (1596-1780)1709Bizen66,6 cm

    NBTHK Tokubetsu Hozon Verfügbar

    Katana, signiert von Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada aus der Osafune-Schule (Bizen), datiert auf den 8. Monat Hōei 6 (1709). Nagasa 66,6 cm, unversehrter Nakago mit einem Mekugi-ana, NBTHK Tokubetsu Hozon Tōken fotografiert. Katana der Osafune-Schule aus der Provinz Bizen, signiert Bizen no Kuni Osafune jū Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada saku und datiert auf den achten Monat von Hōei 6 (1709), mitten in der Shintō-Zeit. Nach Angaben des ursprünglichen Verkäufers war der Schmied ein Sohn des Shichibei-no-jō Sukesada, erhielt im vierten Jahr Kanbun den Titel Kōzuke Daijō und leitete die Sukesada-Werkstatt in ihrer arbeitsreichsten Zeit. Die Klinge misst 66,6 cm Nagasa bei 1,8 cm Sori, 2,88 cm Motohaba und 1,85 cm Sakihaba; die Fotografien zeigen sie poliert, mit mittlerem Kissaki und deutlich lesbarem Hamon, doch äußert sich der ursprüngliche Verkäufer nicht zum Erhaltungszustand. Der Nakago wirkt unversehrt, mit nur einem Mekugi-ana sowie der langen Signatur und dem Datum auf der Rückseite. Montiert ist sie in einem Koshirae mit schwarz lackierter Saya, violettem Ito über Same und eiserner Tsuba, dazu Beschläge mit Vogel- und Pfingstrosenmotiv in Gold. Ein Zertifikat NBTHK Tokubetsu Hozon Tōken ist mit dem Stück fotografiert.

    54,9/100

    9.540 €

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