Mutsu no Kami Ōmichi

陸奥守大道 (Mutsu no Kami Ōmichi)

Linie: Die Signatur nennt die Generation nicht

Schmiedelinie aus Mino mit der Signatur Mutsu no Kami Ōmichi, begründet von Kanemichi aus Seki in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Porträt

Ōmichi (大道), auch Daidō gelesen, ist der Name, den Kanemichi (兼道), ein Schmied aus Seki in der Provinz Mino, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts annahm. Der Überlieferung nach schmiedete er 1569 eine Klinge für Kaiser Ōgimachi, der ihm das Schriftzeichen 大 (ō) und den Titel Mutsu no Kami verlieh; seither signierte er Ōmichi. Datierte Klingen sind aus den Jahren 1574 bis 1590 bekannt. Er gilt als Begründer der Schule Mishina (三品), benannt nach dem Familiennamen: Der Überlieferung zufolge zog er um die Bunroku-Ära mit seinen vier Söhnen nach Kyōto, darunter Iga no Kami Kinmichi, Tanba no Kami Yoshimichi und Etchū no Kami Masatoshi, die die Schule zu Beginn der Edo-Zeit in der Hauptstadt etablierten. Seine Arbeiten folgen der Mino-Art der späten Muromachi-Zeit: Itame-Hada mit Masame, ein Hamon aus Gunome und Notare, bisweilen Suguha in Ko-nie. Die Signatur allein verrät nicht, von welcher Generation eine Klinge stammt; dieser Eintrag fasst die so signierten Klingen zusammen.

Verfügbare Schwerter

  1. Mutsu no Kami Ōmichi

    Shintō (1596-1780)Mino71,9 cm

    NBTHK Tokubetsu Hozon Verfügbar

    Katana, signiert Mutsu no Kami Ōmichi (Daidō), ein Schmied aus der Provinz Mino, dem die Gründung der Mishina-Schule in Kyōto zugeschrieben wird und dessen Söhne als Kyōto Gokaji bekannt wurden. Die Klinge misst 71,9 cm Nagasa bei 1,9 cm Sori; die Fotografien zeigen ein welliges Hamon aus Gunome und Notare in klarem Nioi sowie ein gut erhaltenes Bōshi in ansehnlicher Politur. Die Angel wirkt unverändert, mit einem einzigen Mekugi-ana, sichtbaren Yasurime und der fünf Schriftzeichen umfassenden Signatur auf dem Omote. Der ursprüngliche Verkäufer weist auf ein paar kleinere Kitae-kizu hin; einer davon ist auf einer Detailaufnahme neben dem Machi zu erkennen. Die Montierung ist ein vollständiges Koshirae: braun lackierte Saya mit erhabenem Karakusa-Muster, gravierte Messingbeschläge an Kojiri, Kurikata und Koiguchi, Fuchi-Kashira aus Messing mit Karakusa, vergoldete Menuki mit Kriegerfiguren (Musha-zu) und eine durchbrochene Eisen-Tsuba mit zwei überlagerten Masu und Messingrand; die blaugrüne Griffwicklung ist gealtert, wie der Verkäufer selbst einräumt. Beiliegend ein Tokubetsu-Hozon-Tōken-Zertifikat der NBTHK (Nr. 1026018, 16. Februar 2026) und eine Shirasaya.

    55,5/100

    16.020 €

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