Ein tantō ohne Montierung, liegend vor schwarzem Hintergrund, die Spitze rechts, links der nakago mit drei Löchern.

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Tantō · suguha · midare

Werk und Stil

Von ihm kennt man nur tantō: die frühen in midare, nach Art von Osafune; die späteren in suguha, nach Art der Rai.

Auf dieser Seite
  1. Nur tantō
  2. Zwei Phasen
  3. Kantei-Merkmale
  4. Das tantō des Nationalmuseums Tokio
  5. Das tantō des Nationalmuseums Tokio

Nur tantō

Lange Schwerter von Mitsukane sind nicht bekannt, und darauf wiesen schon die Schriften der Muromachi-Zeit hin: Die einen glauben, er habe anfangs sehr wenige gemacht, die anderen, gar keine. In der Feudalzeit wurden ihm einige unsignierte tachi zugeschrieben, doch nichts davon lässt sich prüfen.

Zwei Phasen

Für Sesko sind seine Osafune-tantō in midare Jugendwerke; die späteren in suguha folgen der Rai-Art. Die Härtung des midare Mitsukane erinnert an Nagamitsu und Kagemitsu, und Sesko sieht darin einen Beweis für seine Ausbildung in Osafune.

Kantei-Merkmale

Nach Markus Sesko, im Vergleich mit Rai Kunitoshi, mit dem man ihn am häufigsten vergleicht:

  • Sugata: hira-zukuri mit uchizori und sunnobi, schlank für ihre Breite; das kasane etwas dicker als bei Kunitoshi. Manchmal rückt man sie in die Nähe von Awataguchi Yoshimitsu, doch seine sind stärker sunnobi und weniger harmonisch.
  • Jihada: sehr dichtes ko-itame, mit ji-nie, chikei und nie-utsuri; ein etwas kräftigeres jigane als das Kunitoshis und ohne Rai-hada.
  • Hamon: suguha in ko-nie, bei mehr als der Hälfte seiner tantō schmal, mit kinsuji und etwas hotsure; in der Osafune-Phase schräges gunome in ko-nie mit breitem nioiguchi (匂口), ashi und kinsuji. Es hat etwas mehr hataraki als bei Kunitoshi.
  • Bōshi: breit gehärtet, mit einem kaeri, das das nie hervorhebt.
  • Nakago und Signatur: nakago ubu mit kurijiri-Ende, ha-agari und yasurime katte-sagari; die zweizeichige Signatur 光包 (Mitsukane), nie mit dem Präfix Rai.

Sesko verwendet das auch als Argument: Hätte er in der Rai-Schule begonnen und wäre dann nach Osafune gewechselt, hätte er mit «Rai» signiert.

Das tantō des Nationalmuseums Tokio

Die Objektbeschreibung des Museums nennt ein sehr dichtes ko-itame und ein hamon in suguha, die erkennen lassen, dass er Schüler von Rai Kunitoshi war; signiert 光包 (Mitsukane), Kamakura-Zeit, 14. Jahrhundert, aus dem Besitz der Echizen-Matsudaira. Sesko fügt hinzu, dass es 24,5 cm misst, hira-zukuri mit uchizori und mitsu-mune ist, mit einem gebogenen furisode-nakago, und dass es auf den ersten Blick wie ein Werk Kunitoshis wirkt, aber mehr kasane und ein breites bōshi mit langem kaeri hat.