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Der erste Mitsuyo
- Mitsuyo, dessen Lebensdaten unbekannt sind, war ein Schmied der späten Heian-Zeit aus der Provinz Chikugo im Süden des heutigen Fukuoka. Man nannte ihn Tenta (典太, Tenta, auch Denta gelesen), und sein buddhistischer Name war Genshin (元真, Genshin). Weil er in Miike (三池, Miike), dem heutigen Ōmuta, lebte, kennt man ihn als Miike Tenta oder Miike Tenta Mitsuyo.
- Das Wörterbuch 大辞泉 (Daijisen) gibt ihm dieselbe Zeit und denselben Namen und sagt, dass die Schule, die er begründete, Miike-Schule heißt und dass seine Ōdenta als Schatz des Ashikaga-Shogunats galt.
Vier Datierungen für den ersten Mitsuyo
- Die Traktate setzen ihn laut Markus Sesko in die Ära Kōhei (1058–1065), in die Ära Jōhō (1074–1077) oder in die Ära Heiji (1159–1160).
- Das 日本国語大辞典 (Nihon Kokugo Daijiten) setzt ihn in die Ära Jōhō.
- Die japanische Wikipedia gibt für den Mitsuyo der Ōdenta die Ära Eihō (1081–1084) an.
- Sesko warnt, dass es für die ältesten Schmiede keine verlässlichen Daten gibt.
Alle vier fallen in die zweite Hälfte der Heian-Zeit, doch zwischen der ersten und der letzten liegt ein Jahrhundert: Die Datierung des ersten Mitsuyo ist Überlieferung, kein Dokument.
Die Miike-Schule
Laut der japanischen Wikipedia ging der Name Mitsuyo von der späten Heian- bis in die mittlere Muromachi-Zeit an Schmiede der Miike-Schule über. Die Objektbeschreibung des Nationalmuseums Kyūshū (Mochizuki Norifumi, 2024) sagt, dass die Schule am Ende der Heian-Zeit mit Mitsuyo in Miike entstand und bis in die Muromachi-Zeit fortbestand; dass fast alle ihre Werke unsigniert sind und ihr durch kantei zugeschrieben werden; und dass außer vom ersten Mitsuyo kaum gesicherte Werke bekannt sind.
Die japanische Wikipedia verzeichnet dreiundzwanzig der Schule zugeschriebene Signaturen, darunter 光世作 (Mitsuyo saku), 典太 (Tenta), 傳太光世 (Denta Mitsuyo) und 三池住光世 (Miike-jū Mitsuyo). Die Quellen stimmen nicht überein, und die Beziehungen zwischen diesen Schmieden sind unklar. Namen und Zahl der Generationen der Linie sind nicht bekannt.
Die Überlieferungen von Ōmuta
- In Takaizumi wird der Platz der Schmiede von Miike Tenta gezeigt, wo sich, so heißt es, selbst bei großer Kälte nie Reif bildet.
- In Amagi gibt es einen Stein ohne Inschrift, der als sein Grab gilt und der, wie man sagt, jeden straft, der ihn berührt; in Takase, in Miyama, wird ein anderer einem seiner Schüler zugeschrieben, und die Stadtverwaltung konnte ihn nicht ausfindig machen.
- Seinen Schwertern schreibt man die Kraft zu, Kranke zu heilen und das Böse abzuwehren. All das ist Volksglaube, den die japanische Wikipedia festhält, keine belegte Geschichte.