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Der Kaiser ohne Schwert
- Er wurde am 6. August 1180 geboren, als vierter Sohn des Kaisers Takakura und Enkel Go-Shirakawas.
- Er bestieg 1183 mit vier Jahren den Thron, während sein Halbbruder Antoku mit dem Hof der Heike floh und die drei Throninsignien mitnahm. Er regierte ohne das Schwert 草薙剣 (Kusanagi no tsurugi), das 1185 in der Schlacht von Dan-no-ura für immer verloren ging.
- Die japanische Wikipedia hält fest, dass ihn dieses Fehlen belastete und seine Politik beeinflusst haben könnte; das ist eine Deutung von Historikern, keine belegte Tatsache.
- 1198 gab er den Thron ab und herrschte als abgedankter Kaiser weiter. Berühmt ist er auch als Dichter und durch die Anthologie 新古今和歌集 (Shin Kokin wakashū).
Die Schmiede im Monatsdienst
Der Überlieferung nach schmiedete er gern: 1208 rief er zwölf Schmiede aus mehreren Provinzen, einen pro Monat, in seinen Palast in Minase, angefangen mit Norimune aus der Ichimonji-Schule von Bizen. Die Liste, die die japanische Wikipedia wiedergibt, lautet:
| Monat | Schmied | Provinz |
|---|---|---|
| 1. | Norimune | Bizen |
| 2. | Sadatsugu | Bitchū |
| 3. | Nobufusa | Bizen |
| 4. | Kuniyasu | Awataguchi (Kyoto) |
| 5. | Tsunetsugu | Bitchū |
| 6. | Kunitomo | Awataguchi (Kyoto) |
| 7. | Munekichi | Bizen |
| 8. | Tsuguie | Bitchū |
| 9. | Sukemune | Bizen |
| 10. | Yukikuni | Bizen |
| 11. | Sukenari | Bizen |
| 12. | Sukenobu | Bizen |
- Markus Sesko berichtet, dass diese Liste, mit zwölf Beamten neben den zwölf Schmieden, im Kanchi'in-bon Meizukushi steht und von Traktat zu Traktat abweicht. Die Werkstatt hieß onba-dokoro, das ganze Jahr über waren zwei Polierer da, und jeder Schmied erhielt Zeremonialkleidung und Holzkohle. Go-Toba war noch keine dreißig Jahre alt.
- Laut Sesko stammt die älteste Abschrift des Kanchi'in-bon aus dem Jahr 30 der Ōei-Ära. Dieses Jahr ist 1423; Sesko schreibt 1431.
- Es gibt eine weitere Liste mit vierundzwanzig Schmieden und eine dritte mit sechs, die in der Verbannung für ihn gearbeitet haben sollen.
- Dieselbe Wikipedia sagt, der Kaiser habe das Handwerk bei Awataguchi Hisakuni aus Kyoto und bei Nobufusa aus Bizen gelernt.
Jōkyū und die Verbannung
- 1221 erhob er sich gegen den Regenten von Kamakura, Hōjō Yoshitoki: Das ist der Krieg von 承久 (Jōkyū). Er verlor ihn in zwei Monaten und wurde nach Nakanoshima verbannt, heute Ama, auf den Oki-Inseln, wo er am 28. März 1239 starb.
- Dreizehn Tage vor seinem Tod schrieb er auf Oki sein Testament mit dem Abdruck seiner Hände, heute Nationalschatz des Minase-Schreins.
- 1239 erhielt er den postumen Namen Kentoku-in, der 1242 in Gotoba-in geändert wurde.
Die Liste von Oki
Ein Traktat, das Keizu hidanshō, nennt eine Liste von Schmieden, die in der Verbannung für ihn geschmiedet haben sollen; die japanische Wikipedia gibt sie wieder und sagt, der Regent habe ihm sechs geschickt. Sesko erklärt, dass diese Liste in keinem Dokument vor der Muromachi-Zeit auftaucht und die meisten Historiker sie für erfunden halten, weil die Regierung von Kamakura ihn genau überwachte.
Die englischen Übersetzungen zweier Ausgaben der Zeitschrift der NBTHK (Nr. 738 und Nr. 810) sagen, die Schmiede im Monatsdienst hätten mit ihm «in seiner Verbannung» gearbeitet. Die japanische Wikipedia und Sesko verlegen den Monatsdienst nach Minase, 1208, vor den Krieg: Die Liste von Oki ist die zweifelhafte. Am wahrscheinlichsten ist es ein Fehler der Übersetzung.