Ein Mann mit weißem Kopftuch hebt in einer halbdunklen Werkstatt den Hammer.

Standbild: BEYONDTheMovies1986, auf YouTube

Takahashi Tsuguhira · Yoshihara Kuniie · Chiba

Leben und Schmiedearbeit

Er wollte Maler werden, lernte das Schmieden bei einem Schüler von Miyairi Akihira und suchte jahrelang nach dem Schwert der frühen Kamakura-Zeit.

Auf dieser Seite
  1. Ausbildung
  2. Seine Schmiede
  3. Was er denkt

Ausbildung

  • Er wurde 1948 in Hokkaidō geboren. 1972 schloss er an der Kunstabteilung der Pädagogischen Hochschule Hokkaidō ab; zuvor hatte er ein Jahr lang auf die Aufnahme an der Universität der Künste Tokio hingearbeitet, ohne aufgenommen zu werden.
  • Nach dem Studium lernte er sieben Jahre bei 高橋次平 (Takahashi Tsuguhira), Träger eines immateriellen Kulturguts der Präfektur Nagano. Takahashi war der erste Schüler von 宮入昭平 (Miyairi Akihira), auch Yukihira genannt. Matsuda trat je nach Quelle 1973 oder 1974 bei ihm ein, mit vierundzwanzig Jahren.
  • Die ersten vier Jahre verbrachte er mit dem Zerkleinern von Holzkohle und schmiedete sein erstes Schwert im sechsten Lehrjahr. Nachts studierte er Dias berühmter Schwerter in Originalgröße, um sich hamon und jihada einzuprägen.
  • 1980 erhielt er die Schmiedelizenz.

Seine Schmiede

  • 1981 machte er sich selbstständig und eröffnete seine Schmiede in Funabashi; von 1983 bis 1988 lernte er das Schmieden und die Härtung bei 吉原国家 (Yoshihara Kuniie), Träger eines immateriellen Kulturguts von Tokio; 2006 verlegte er die Schmiede in die Stadt Chiba.
  • 1996 gelang es ihm, ein Schwert der frühen Kamakura-Zeit im Stil des Kobizen nachzuschaffen, das ihm den Preis des Präsidenten der NBTHK einbrachte; ein Fachmann sagte, das sei wohl das erste Mal seit achthundert Jahren, dass man diese Technik sehe. Er brauchte zehn weitere Jahre, um sie zu verfeinern: Seit 2003 gelang ihm der Rand der Härtung klarer.
  • 1999 hatte er auf Einladung der britischen Gesellschaft für das japanische Schwert eine Einzelausstellung in London. Er hat mit einem Stahlwerk zusammengearbeitet, um das Schmieden zu messen und chemisch zu untersuchen, und er schuf das tachi für die Zeremonie, mit der der yokozuna Hakuhō das dohyō betritt.
  • Die Präfektur Chiba erkannte ihn als Träger des immateriellen Kulturguts «日本刀の鍛錬» (Nihontō no tanren, das Schmieden des japanischen Schwertes) an.
  • Sein Sohn 周平 (Shūhei) arbeitet mit ihm.

Was er denkt

Er sagt, man müsse von dem ausgehen, was die heutige Technik kann, und von dort aus die Methode rekonstruieren, statt Rezepte zu kopieren. Auf das Schwert wendet er an, was er beim Zeichnen nach Gipsmodellen gelernt hat: die Skala von zehn Tönen zwischen Weiß und Schwarz. Er erzählte es in einem Buch, 『名刀に挑む』 (Meitō ni idomu, «die berühmten Schwerter herausfordern»), das 2017 in der Reihe 新書 (Shinsho) von PHP erschien.