Klingen, Gravuren und tsuba

Werk und Stil

Wenige Klingen, erhabene Gravuren und tsuba aus farbigen Metallen: was man von seiner Hand weiß.

Auf dieser Seite
  1. Seine Klingen
  2. Das tachi von 1598
  3. Horimono
  4. Nakago und Mei
  5. Die tsuba
  6. Details

Seine Klingen

Die japanische Wikipedia sagt, dass er sehr wenige Klingen schmiedete, weil er vor allem Metallkünstler der Ashikaga war: Unter den erhaltenen überwiegen tantō mit prächtigen Gravuren des Fudō Myōō und des Kurikara-Drachen, und an langen Klingen ist nur das tachi der Familie Sōma bekannt. Er härtet in suguha und in notare. Das Sekai Daihyakka Jiten hält seine tantō für das Beste seines Werks und sagt, dass er die meisten seiner Klingen als Zeitvertreib für seine eigene Familie fertigte. Keine der herangezogenen Quellen gibt eine allgemeine Regel für sein jihada, sein hamon oder sein bōshi, an der man seine Hand erkennt: Es gibt nur die Beschreibung einzelner Stücke.

Das tachi von 1598

Der Eintrag der Einstufung auf Bunka Isan Online beschreibt es so: shinogi-zukuri und iori-mune, flaches sori, verlängerte Spitze und doppeltes machi; jihada aus ko-itame mit masame und nie; hamon aus notare mit midare, mit etwas eingesunkenem nioiguchi und nie; im bōshi auf einer Seite Härtung und auf der anderen midare-komi mit kurzer Umkehr. Die Klinge misst 64,7 cm, das sori 1,4 cm. Das Nationalmuseum Kyoto fügt hinzu, dass es seiner Form nach auf den ersten Blick wie eine stark gekürzte Klinge aussieht, dass aber die erhabenen Gravuren in ihrer Vertiefung (櫃, hitsu) beweisen, dass es das nicht ist.

Horimono

Das tachi trägt auf beiden Seiten ein bōhi und an der Basis auf einer Seite einen Drachen und auf der anderen einen stehenden Fudō mit einem bonji, erhaben in ihrem hitsu. Das Sekai Daihyakka Jiten sagt, dass er neue Motive auf die Klinge brachte, wie den Drachen, der die Perle jagt (玉追龍, tamaoi-ryū), und Fudō. Er gravierte auch Klingen anderer: Das katana von Hizen Tadahiro von 1629 im Nationalmuseum Tokio trägt eine Gravur von ihm, mit 72 Jahren signiert.

Nakago und Mei

Das tachi trägt auf einer Seite 山城国西陣住人埋忠明寿 (Yamashiro no kuni Nishijin jūnin Umetada Myōju) mit seinem Namenszeichen (花押, kaō) und auf der anderen das Datum 慶長三年八月日 (Keichō sannen hachigatsu hi) und den Satz 他江不可渡之 (ta e watasu bekarazu), «nicht an andere zu geben». Seine Angel ist ungekürzt (生ぶ, ubu), mit dachförmigem Ende (山形, yamagata) und zwei Löchern. Das Nationalmuseum Kyoto sagt, dass er diesen Satz selbst seinen Nachkommen hinterließ, als Werk nach seinem Geschmack. Seine tantō von 1607 bis 1612 sind ebenso signiert, mit dem Datum und oft 所持 (shoji), «im Besitz von», vor dem Namen ihres Eigentümers, laut der Werkliste der Ausstellung von 2020-2021.

Die tsuba

Das Sekai Daihyakka Jiten sieht hier seinen wahren Wert: Vor ihm waren tsuba nur aus Eisen, und er verwendete Messing (真鍮, shinchū), shakudō und Kupfer und schmückte sie mit Einlagen aus Gold, Silber, shakudō und Kupfer, linear, flach oder in nunome. Die Nipponica spricht von kühnen Entwürfen im Geschmack von Momoyama, wie Trauben, Wollmispeln und Kiefern mit Bambus, und von Eisendurchbrucharbeiten mit Gold; die Britannica von flachen farbigen Einlagen (平象嵌, hira-zōgan). Die englische Wikipedia sagt das Gegenteil: dass keine tsuba erhalten ist, die ihm sicher zugeschrieben werden kann. Bunka Isan Online verzeichnet dagegen eine mit seinem Namen signierte tsuba als Wichtiges Kulturgut.