Familie und Titel
Die Awataguchi-Schule arbeitete vor allem in Yamashiro, in Kyoto, in der mittleren Kamakura-Zeit; Awataguchi, heute im Bezirk Higashiyama, war einer der sieben Zugänge nach Kyoto, so die NBTHK. Die japanische Wikipedia sagt, Kuniyoshi «gilt» als ältester Sohn von Awataguchi Norikuni: eine überlieferte Abstammung, die kein Dokument beweist. Für Markus Sesko setzte nach Norikuni Kuniyoshi die Hauptlinie der Schule fort, von dem nicht der Rufname überliefert ist, nur der Titel.
Das Nationalmuseum Tokio hält fest, er gelte als Sohn Norikunis. Seine Signatur zeigt nach dem Nationalmuseum Tokio, dass er aus der Familie Fujiwara war und den Titel 左兵衛尉 (Sahyōe no Jō) trug.
Kunitaka, in Kamakura
Die japanische Wikipedia gibt als eine Fassung, nicht als Tatsache, wieder, dass der Regent Hōjō Tokiyori ihn nach Kamakura rief, wo er in Yamanouchi lebte und mit 国高 (Kunitaka) signierte; als sich mit einem mit Kuniyoshi signierten Dolch, den Tokiyori besaß, Wunderdinge ereigneten, ließ dieser ihn zum Namen Kuniyoshi zurückkehren.
Die Daten
Seine datierten Werke reichen von Kōchō 2 (1262) bis Kōan 7 (1284), und nach ihrer Machart nimmt man an, dass er schon um Hōji (1247-1249) begann, laut der japanischen Wikipedia. Sesko zitiert alte oshigata von Klingen, datiert auf Kenji 4 (1278), Kōan 6 (1283) und Kōan 10 (1287); die NBTHK nennt die Jahre von Kenji bis Kōan (1275-1288).
Die Quellen stimmen nicht überein: Das Kotō Meizukushi Taizen lässt ihn in Genkyū 1 (1204) geboren werden und in Bun'ei 4 (1267) mit 64 Jahren sterben, und das Nihon Jinmei Daijiten gibt diesen Tod als eine Fassung wieder; Sesko hält ihn für verdächtig, weil es später datierte Klingen von ihm gibt.
Zwischen Hisakuni und Yoshimitsu
Laut der NBTHK gilt Yoshimitsu (Tōshirō), der letzte große Meister von Awataguchi, als Sohn oder Schüler Kuniyoshis, und die Formen und die Vielfalt seiner tantō erinnern an die Kuniyoshis. Das Nihon Jinmei Daijiten zählt ihn zusammen mit Yoshimitsu zu den Meistern des tantō.